Rendite · Dividenden · Frührente

Wann dein Geld für dich arbeitet — nicht umgekehrt

Zinseszins und Dividenden sind der Motor hinter jedem Frührente-Plan. Beweg die Regler und sieh live, wie dein Kapital über die Jahre wächst.

Kapital nach 20 Jahren
0 €
davon eingezahlt: 0 €
Passives Einkommen / Monat
0 €
bei 3,5% Dividendenrendite
Kaufkraft heute (real, inflationsbereinigt): 0 €
01 — Grundlagen

Was FIRE eigentlich bedeutet

Financial Independence, Retire Early: du baust so viel Kapital auf, dass Rendite und Dividenden allein deine Lebenshaltungskosten decken. Ab dann ist Arbeit optional.

Die 4%-Regel

Ursprünglich aus der US-amerikanischen Trinity-Studie: Wenn du jährlich nicht mehr als 4% deines Portfolios entnimmst, hält es historisch betrachtet über 30+ Jahre. Umgekehrt heißt das: Du brauchst etwa das 25-fache deiner jährlichen Ausgaben als Zielkapital.

Die Regel basiert auf historischen US-Marktdaten und ist keine Garantie für die Zukunft — sie dient als grobe Orientierung, nicht als exakte Formel.

Zwei Wege zum selben Ziel

Entnahme-Strategie: Du verkaufst planmäßig Anteile deines Portfolios (Rendite-Ansatz).

Dividenden-Strategie: Du lebst nur von Ausschüttungen und rührst das Grundkapital nicht an. Braucht meist mehr Kapital, dafür bleibt der Vermögensstamm erhalten.

Rendite-Ansatz Dividenden-Ansatz Mischform

Nicht jede FIRE ist gleich

Die Bewegung hat sich in mehrere Varianten aufgeteilt, je nachdem wie sparsam oder komfortabel dein Rentenleben aussehen soll.

LeanFIRE
Minimalistisches Budget, oft unter 2.000 €/Monat. Kleinstes nötiges Zielkapital, dafür wenig finanzieller Puffer für Extras.
FatFIRE
Komfortables bis großzügiges Budget, deutlich über dem Durchschnittseinkommen. Braucht entsprechend mehr Kapital und Zeit.
CoastFIRE
Du hast früh genug angespart, dass der Zinseszins allein bis zur regulären Rente reicht — du musst nur noch die laufenden Kosten decken, nicht mehr fürs Alter sparen.
BaristaFIRE
Teilweise finanziell unabhängig, arbeitest aber freiwillig reduziert weiter — z.B. für Krankenversicherung oder soziale Struktur, nicht ums Überleben.
02 — Anlageklassen

Womit du dein Kapital aufbaust

Rendite, Risiko und Aufwand hängen stark davon ab, welche Anlageklasse du wählst. Ein grober Überblick — keine Empfehlung für eine bestimmte Anlage.

Anlageklasse Erwartete Rendite p.a.* Schwankung Aufwand Liquidität
Welt-ETF (Aktien breit)~6–8%mittel–hochsehr geringhoch
Einzelaktienvariiert starkhochhochhoch
Dividenden-ETF~4–6%mittelgeringhoch
Anleihen (Staat/Unternehmen)~2–4%geringgeringmittel–hoch
Tages-/Festgeld~1,5–3%keinekeinehoch (Tagesgeld) / gebunden (Festgeld)
Immobilien (vermietet)~3–5% + Wertsteigerunggering–mittelsehr hochsehr gering
Kryptowertesehr variabelsehr hochmittelhoch
*Historische Durchschnittswerte, keine Prognose. Höhere erwartete Rendite geht praktisch immer mit höherem Risiko einher — bei Kryptowerten sind auch Totalverluste möglich.
03 — Zinseszins-Rechner

Wie schnell wächst dein Kapital wirklich

Trag deine Zahlen ein und sieh, wie viel am Ende Einzahlung ist — und wie viel reiner Zinseszins-Effekt.

Ergebnis

Eingezahlt Endkapital
Summe Einzahlungen
0 €
Zinseszins-Gewinn
0 €
Endkapital (nominal)
0 €
Kaufkraft heute (real)
0 €
Inflation frisst über Jahrzehnte spürbar Rendite. Der reale Wert zeigt, was dein Endkapital in heutiger Kaufkraft tatsächlich wert wäre.
04 — Dividenden-Rechner

Was dein Depot dir monatlich auszahlen könnte

Rechnet dein Portfolio auf Basis der Dividendenrendite in ein passives Einkommen um — inklusive deutscher Kapitalertragsteuer.

Kapitalertragsteuer: 25% + Solidaritätszuschlag (5,5% davon) = 26,375% effektiv, abzüglich Sparerpauschbetrag. Kirchensteuer ist hier nicht eingerechnet.

Ergebnis

Dividenden brutto / Jahr
0 €
Steuerlast / Jahr
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Netto / Jahr
0 €
Netto / Monat
0 €
05 — Steuern

Was vom Gewinn beim Finanzamt bleibt

Die wichtigsten Begriffe, die dir als Anleger in Deutschland begegnen — kompakt erklärt.

Abgeltungssteuer

Pauschale Steuer auf Kapitalerträge (Zinsen, Dividenden, Kursgewinne): 25% zzgl. Solidaritätszuschlag (5,5% davon) — effektiv rund 26,375%. Kirchensteuer kommt bei Kirchenmitgliedschaft anteilig oben drauf.

Sparerpauschbetrag

Steuerfreier Betrag auf Kapitalerträge: 1.000 € für Ledige, 2.000 € für Verheiratete (Stand: nach Anhebung 2023). Über einen Freistellungsauftrag bei deiner Bank teilst du diesen Betrag ein, sonst wird er erst über die Steuererklärung erstattet.

Vorabpauschale

Bei thesaurierenden ETFs (die Ausschüttungen automatisch reinvestieren) wird jährlich eine fiktive Mindestrendite besteuert, auch ohne Verkauf — damit thesaurierende Fonds nicht komplett steuerfrei "durchlaufen". Die tatsächlich gezahlte Steuer wird beim späteren Verkauf gegengerechnet.

Teilfreistellung

Bei Aktienfonds/-ETFs mit mind. 51% Aktienanteil sind 30% der Erträge steuerfrei — das gleicht die Doppelbesteuerung aus, die durch die Besteuerung auf Fondsebene im Ausland entstehen kann.

Diese Übersicht ersetzt keine Steuerberatung und kann sich durch Gesetzesänderungen verschieben. Für deine individuelle Situation (z.B. ausländischer Broker, Kirchensteuer, Grenzfälle) lohnt sich ein Steuerberater oder ein aktueller Blick ins Bundesfinanzministerium.
06 — Demo-Depot

Investieren üben, ohne echtes Geld zu riskieren

Du startest mit 10.000 € virtuellem Kapital. Kauf und verkauf fiktive Aktien und ETFs, lass die Zeit vergehen und beobachte, wie sich Rendite, Schwankung und Geduld auf dein Depot auswirken.

Cash
0 €
Depotwert
0 €
Gesamtvermögen
0 €
Gewinn / Verlust
0 €
Gesamtvermögen über Zeit Monat 0
Fiktive Kurse, keine echten Wertpapiere oder Marktdaten. Reale Märkte können sich völlig anders verhalten — auch deutlich schlechter. Dieses Demo-Depot dient nur zum Üben von Kauf-/Verkauf-Mechanik und dem Gefühl für Schwankungen.
07 — Ziel-Rechner

Dein persönliches Frührente-Kapital

Gib an, wie viel du heute im Monat zum Leben brauchst — der Rechner inflationiert das auf deinen Renteneintritt hoch und zeigt dein Zielkapital, einmal nach der 4%-Regel und einmal auf Basis von Dividenden.

Dein Zielkapital

Benötigtes Einkommen bei Renteneintritt (inflationiert)
0 €
Nach Entnahme-Regel (Rendite-Ansatz)
0 €
Nach Dividenden-Ansatz (netto)
0 €
Der Dividenden-Ansatz braucht meist mehr Kapital, weil Steuern abgehen und du das Grundkapital gar nicht anrührst. Dafür bleibt dein Vermögen erhalten. Beide Zielkapital-Werte sind nominal — also in den Euro, die es dann geben wird, nicht in heutiger Kaufkraft.
08 — Vertiefung

Von den Basics bis zum Profi-Level

Drei Stufen, ein Thema: klick dich durch, so tief wie du gerade willst.

Notgroschen zuerst
3–6 Netto-Monatsgehälter auf einem Tagesgeldkonto, bevor du investierst. Verhindert, dass du in einem Crash Aktien mit Verlust verkaufen musst, weil die Waschmaschine kaputtgeht.
Das Zinseszins-Prinzip
Erträge werfen selbst wieder Erträge ab. Je länger das läuft, desto steiler die Kurve — Zeit ist beim Vermögensaufbau wichtiger als der perfekte Einstiegszeitpunkt.
Diversifikation
Nicht alles auf eine Aktie setzen. Ein breiter Welt-ETF hält automatisch tausende Unternehmen — geht eines pleite, merkst du es kaum im Depot.
Sparplan starten
Ein automatischer monatlicher Kauf, egal was der Kurs gerade macht. Nimmt Emotionen aus der Entscheidung und baut Disziplin quasi von selbst auf.
Asset Allocation & Rebalancing
Die Aufteilung zwischen Aktien, Anleihen & Co. bestimmt Risiko und Rendite stärker als die Wahl einzelner Produkte. Rebalancing bringt die Gewichtung regelmäßig zurück auf dein Zielverhältnis.
Sequence-of-Returns-Risiko
Ein Crash kurz nach Renteneintritt schadet deutlich mehr als einer mittendrin in der Ansparphase — weil du dann von einem bereits geschrumpften Depot entnimmst. Ein Grund für Kapitalpuffer beim Übergang in die Entnahmephase.
Verlustverrechnungstopf
Verluste aus Wertpapierverkäufen verrechnet dein Broker automatisch mit Gewinnen im selben Jahr — senkt deine Steuerlast. Nicht genutzte Verluste lassen sich sogar brokerübergreifend per Steuererklärung bescheinigen.
Klumpenrisiko erkennen
Wer bei einem Arbeitgeber beschäftigt ist UND dessen Aktien hält, hat doppeltes Risiko am selben Unternehmen hängen. Gleiches gilt für zu viel Heimatmarkt-Übergewichtung im Depot.
Cost-Average-Effekt
Regelmäßiges Investieren fester Beträge kauft automatisch mehr Anteile, wenn Kurse niedrig sind, und weniger, wenn sie hoch sind — glättet den durchschnittlichen Einstiegspreis über die Zeit.
Faktor-Investing
Akademisch untersuchte Renditefaktoren wie Value, Size, Momentum und Quality — bestimmte ETFs gewichten gezielt danach, in der Hoffnung auf einen langfristigen Mehrertrag gegenüber dem Gesamtmarkt. Nicht garantiert, teils über Jahrzehnte auch unterlegen.
Renditereihenfolge: geometrisch vs. arithmetisch
Ein Jahr +50%, ein Jahr −50% ergibt im Schnitt (arithmetisch) 0% — real (geometrisch) bist du aber bei −25%. Für echte langfristige Ergebnisse zählt immer die geometrische, nie die einfache Durchschnittsrendite.
Kredit-gehebeltes Investieren
Mit geliehenem Geld investieren verstärkt Gewinne UND Verluste. Ein Crash kann dazu führen, dass du mehr verlierst als eingesetzt, plus Zinskosten. Nur mit sehr genauer Risikokenntnis relevant, für die meisten eher ungeeignet.
Covered Calls als Zusatzeinkommen
Optionsstrategie: Du verkaufst Kaufoptionen auf Aktien, die du bereits besitzt, und kassierst dafür eine Prämie. Generiert laufendes Einkommen, deckelt aber deine Gewinnchance nach oben — komplex und nicht für Einsteiger.
Steuerliche Sonderfälle
Wegzugsteuer bei Auswanderung mit größerem Depot, ausländische thesaurierende Fonds mit abweichender Meldedatenlage, Doppelbesteuerungsabkommen bei Auslandsbrokern — hier lohnt sich fast immer eine individuelle Steuerberatung.
09 — FAQ

Häufige Fragen

Kurze Antworten auf das, was am häufigsten aufkommt.

Kein Finanzrat. Diese Seite dient nur zur Veranschaulichung von Zinseszins- und Dividendenmechanik. Sie ersetzt keine individuelle Steuer- oder Anlageberatung. Alle Renditeannahmen sind Beispielwerte — echte Märkte schwanken, auch nach unten.

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